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Thailand: Land der Flipflops, Motorbikes, foodmarkets, und kleinen Supermärkte

Nach unserer Abreise aus Thailand, wo Ecki und ich 2 Monate verbracht haben, kommt nun der Reisebericht und die Fotogalerie. Unsere Empfehlungen fuer Chiang Mai und Koh Samui im Speziellen werden separat veröffentlicht. In diesem Artikel soll es um die generellen Tipps für Thailandurlauber gehen.

Der Tourist als Geldquelle:

Thailand gilt zwar als easy going, Touristen müssen sich aber klar sein, dass hier vor allem das Geld regiert. Und wir Touristen sind nun mal die geldigen und so werden wir auch anders behandelt. SIM Karten sind beispielsweise teurer als für locals, oder zum Beispiel haben die Polizisten in Chiang Mai spitz gekriegt, dass viele

In Chiang Mai mit dem Fahrrad unterwegs

Europäer eigentlich gar keinen Motorradführerschein haben und so werden dort jetzt regelmäßig an den Haupttouristenattraktionen check-points eingerichtet und von jedem, der nicht den richtigen Führerschein hat, 500 Baht (ca. 15€) verlangt. Dann darf man komischerweise für 3 Tage unbehelligt weiter Motorbike fahren. Schade daran ist aber vor allem, dass es keine kleinen Maschinen (50cc) zu mieten gibt.

In Pai auf dem Motobike: hier keine strikten Kontrollen

Wenn man also einigermaßen flexibel sein möchte, dann bleibt nur das Risiko erwischt zu werden und zu bezahlen. Klingt ja auch nicht nach viel Geld, aber für dortige Verhältnisse sind das 2sehr gute Abendessen und es bleibt der bittere Nachgeschmack mit den nicht immer diskussionsbereiten Gesetzeshütern zu tun gehabt zu haben. Zusätzlich ist, laut Auskunft eines Polizisten das unerlaubte Fahren aber vor allem ein Problem bei einem Unfall. Dann nämlich kann es sein, dass deine Krankenversicherung nicht zahlt. Leider vermiesen die thailändischen Polizisten durch ihre Abzocke (in Bangkok sind es 250 Baht für unerlaubtes Fahren) den Urlaub von vielen Urlaubern, die ja das Geld bringen… sie sägen also an ihrem eigenen Ast…

Leben in Thailand:

Aber trotz der für Touristen überzogenen Preise, ist es herrlich billig in Thailand, sodass man sich durchaus einigen Luxus leisten kann. Oder aber, wie es viele Farangs (Ausländer) machen, dort sparsam leben, von Geld, welches aus Deutschland kommt (Rente, Erben, Erspartes). Als Ausländer, darf man aber weder Grund kaufen, noch ist es leicht, bezahlter Arbeit nachzugehen, weil die workpermit schwierig zu bekommen ist. Jedes Unternehmen darf pro 4 Thais nur einen Farang einstellen. Das ist aber für Urlauber nebensächlich, und dieser Artikel soll ja für die Besucher dieses, für asiatische Verhältnisse einfach und problemlos zu bereisende Land sein.

Das Erlebnis Toilettengang und Türschloss:

Meist ist die erste Aktion am Ankunftsort der Toilettengang. Hier soll schon mal das Schlossprinzip in Thailand erklärt werden. Im runden Türknauf gibt es einen reindrückbaren Bolzen. Dieser schließt die Tür. Einfach am Türknauf gedreht öffnet die Tür wieder. Also wenn man eine Tür verschließen will, weil man das Zimmer verlässt, muss man von innen auf den Bolzen drücken, sich

Öffentliche Toilette

vergewissern, dass man den Schlüssel in der Tasche hat und die Tür zuziehen.
Nun zu den Toiletten: diese sind im Bad meistens so angebracht, dass man sie beim Duschen völlig unter Wasser setzt. Zudem darf man die Dusche nicht mit dem Kloschlauch verwechseln. Angeblich soll der ja dazu da sein, sich den Hintern abzuspülen, aber ich kann mir bis heute nicht vorstellen, wie das gehen soll… zu gerne, hätte ich auf meinen Reisen nach Indien, Oman, Iran und eben Thailand mal über die Kabinenwand gelugt, um zu lernen! Ich verwende sie als Klobürste und habe halt immer Papier dabei. Wobei man in den meisten Toiletten, die Touristen regelmäßig besuchen, netterweise Toilettenpapier installiert hat. Neben Klopapier, sucht man auch in den einfachen local-Toiletten vergeblich nach der Spülung.

Klospülung auf Thai

Stattdessen gibt es einen großen Eimer, hoffentlich gefüllt mit Wasser, und einen kleinen Schöpfeimer. So kann einfach, effektiv und je nach Bedarf gespült werden. Ich persönlich kann ja nur Stehklos empfehlen! Mit etwas Geschick schafft man den Toilettengang, ohne etwas anderes als das Schloss zu berühren und ohne dabei Muskelkrämpfe in den Oberschenkeln zu bekommen. Nur die von mir gerne getragenen Pluderhosen brauchen spezielle Fixationstechniken, damit sie nicht auf den Boden hängen, der meist wegen der Popoduscherei unter Wasser steht. Bei Pluderhosen ohne Bündchen an den Füssen, sollte man die Hosenbeine vor dem Ablassen in den Hosenbund stecken und diesen herabrollen. Wer Bündchen hat zieht sie einfach über die Knie nach oben. Zum Schluss ist zu sagen, dass man außerhalb von Europa KEIN Toilettenpapier ins Klo werfen sollte. Die Rohre und die Klärung sind darauf nicht ausgelegt.

Sprache:

Ist man mit dem Toilettengang fertig, kommt die Passkontrolle am Flughafen. Hier will man sich vielleicht mit einer thailändischen Begrüßung bei dem streng dreinschauenden Zöllner einschleimen. Von daher, sollte man die wichtigsten Höflichkeitsfloskeln parat haben. Mehr ist utopisch! Die Sprache soll zwar einfach sein, zumindest was die Grammatik angeht, aber leider macht die Betonung und Schrift alles ziemlich hoffnungslos. Aber es ist doch schön für uns und die locals, wenn man ein paar Worte kann.
Hier nun also wichtige Floskeln, wie man sie spricht:

  • Kop kun kaaa – Danke (wenn es eine Frau sagt)
  • Kop kun krap – Danke (wenn es ein Mann sagt)
  • Kaa – Höflichkeit für Frauen (auch als zustimmendes Ja zu verwenden) ich habe zum Beispiel eine Frau erlebt, wie sie mit Werbeflyern durch die Straßen ging und mit einem genervten Kaaa jedem dieses Blatt zustecken wollte
  • Krap – Höflichkeit für Männer (auch als zustimmendes Ja zu verwenden)
  • Sawadie kaaa/krap – Hallo und Tschüss
  • Die – gut
  • Mei – Nein und Verneinung
  • Maa – komm, Hund, Pferd (je nachdem wie es betont wird)
  • Meau – Katze (das ist einfach: das ist der Laut einer Katze)
  • Nung, song, sam, si, ha, hok, tjet, bäht, gao, sip – 1,2,3,4,5,6,7,8,9,10

Wenn ein Thailänder mit euch Englisch spricht, kann es sein, dass ihr nichts versteht. Sie betonen total witzig, lassen Buchstaben weg, oder machen aus einem r ein l. Solltet ihr nicht verstehen, wird alles doppelt gesagt (sehr bekannt ist same same) und immer mit der gleichen Aussprache, auch wenn man sie schon beim ersten mal nicht verstanden hat. Dann bekommt man es halt lauter und mit hochgezogenen Augenbrauen nochmal doppelt gesagt. Bis einem irgendwann eine Handbewegung oder ein Geistesblitz weiter hilft.

Mit meinem Kollegen und Thai-Lehrer Dang

Wichtiger als die verbale Verständigung, ist aber die nonverbale.

Verhalten in Thailand:

In den meisten Gegenden ist eine Hotpants und ein kurzärmliges Shirt kein Problem, dennoch bekundet ein Thailänder Respekt durch das Bedecken der Schultern und Knie. Zumindest in religiösen Stätten sollte ein Tourist dies beachten. Außerdem steigt ein Thailänder nicht über irgendjemanden drüber. Das wäre degradierend. Er geht drum rum. Zur Begrüßung gibt man sich nicht die Hand, sondern legt sie vor der Brust zusammen und berührt mit den Daumen Brust, Kinn, Nase, Stirn oder Luft. Je höher die Daumen wandern, desto größer ist der Respekt zum Gegenüber. Bevor man einen sauberen Laden, oder eine Wohnung betritt, zieht man sich die Schuhe aus. So wird der Dreck der Straße nicht reingetragen. Und glaubt mir, dort ist es dreckig mit all dem Müll, mit all den Pfützen mit all dem Verkehr. Der Verkehr: ein allgegenwärtiges Problem?

Unterwegs im thailändischen Straßenverkehr :

Man kann sich an jeder Ecke günstig Motorbikes ausleihen. Beim Verleih fragt keiner nach dem richtigen Führerschein. Es ist aber trotzdem sinnvoll den internationalen Führerschein mitzunehmen. Macht euch vor Abfahrt Fotos von allen Kratzern und Dellen. In Thailand besteht Helmpflicht, was auf den ersten Blick gar nicht in den Sinn kommt. Aber nicht nur deshalb, solltet ihr Helme tragen! Ich habe einen Unfall gesehen, wo ein Mann auf der Straße lag, dem Blut aus einer Platzwunde am Kopf strömte. Auch wenn ihr denkt, sicher zu fahren: ihr seid nicht alleine! Ich traue zwar den thailändischen Verkehrsteilnehmer mehr als den Ausländern, aber man weiß ja nie…

Turnschuhe zum Rollerfahren sind sicherer als Flipflops

Vielleicht stoppt der vor euch unvorhergesehen, ein Hund läuft euch vors Motorbike, ihr überseht den Flugsand in der Kurve, oder rutscht auf der weißen Randmarkierung aus, wenn es geregnet hat. Es kann alles passieren und deshalb: schützt euch so gut es geht! Das Mindeste ist Helm und feste Schuhe. Wichtig auch: lasst euch nicht abdrängen! Der Seitenstreifen ist zwar oft gut, aber es gibt immer wieder Flugsand und Schlaglöcher, Gullideckel oder parkende Autos denen ihr ausweichen müsst. Überholt werdet ihr auf beiden Seite, darum schaut in den Spiegel, bevor ihr die Spur wechselt und macht den Blinker wieder aus, wenn ihr ihn nicht mehr braucht! Getankt wird in Tankstellen, an Selbstbedienungszapfsäulen, oder per abgefülltem Gasoline in Flaschen aus Shops am Straßenrand.

Ach ja, es wird auf der falschen Seite gefahren! Aber das hat man schnell drauf und ist mim Roller auch weniger das Problem!
Wenn ihr euch gegen eigenes Motorbike entschieden habt, stehen euch dennoch zahlreiche andere Möglichkeiten der Fortbewegung zur Verfügung. Zum Beispiel Motorbiketaxis, Tuktuks, Songthaews und normale Taxis. Die Devise ist: Preis vorher aushandeln. Meist könnt ihr um die Hälfte runter gehen. Wenn der Fahrer nicht zu stimmt (und das wird er nicht) dann sagt, dass ihr bisher immer zu dem Preis gefahren seid und geht weiter zum Nächsten. Entweder er kommt euch gleich hinterher gelaufen und stimmt zu, oder der Nächste, oder Übernächste wird es tun… Wenn ihr dann im Fahrzeug sitzt, vertraut dem Fahrer einfach, dass er sich in dem ungewohnt lebendigem Verkehr zurecht findet! Eine gute Möglichkeit ist auch sich über Grab ein Taxi an einen Wunschort zu ordern. Grab ist eine App, mit der man ein Startpunkt und Zielort auf der Karte bestimmen kann, dann rechnet einem Grab den Fahrpreis aus und zeigt an, wie lange das nächste Taxi zum Startpunkt braucht. Stimmst du der Fahrt zu, kannst du auf dem Bildschirm verfolgen, wo dein Taxi sich befindet. Du kannst per Visa, oder aber auch Cash bezahlen. Das ist also entweder eine super Möglichkeit sich ein Taxi zu bestellen, oder aber auch den Preis abschätzen zu können. Die Taxis von Grab sind meist super sauber und klimatisiert. Bei den „normalen“ Taxis ist das etwas anders, aber die sieht man ja vorher. Und wer direkter am Geschehen sein will, der nimmt ein Tuktuk, Songthaew, oder Motorbiketaxi (Abgaswolken und Fahrtwind sind inklusive).
Natürlich gibt es auch mal den Fall, dass man zu Fuß geht. Dann sollte man einfach mutig sein und selbstbewusst auf die Straße treten. Es hält keiner für euch, wenn ihr nur am Rand steht! Ihr müsst schon auf die Fahrbahn treten, um als Verkehrsteilnehmer wahrgenommen zu werden. Wenn ihr dann mal auf der Straße seid: immer zügig vorwärts gehen, niemals unvorhergesehene Bewegungen zurück machen! Wenn ihr Glück habt, könnt ihr auch eine Überquerhilfe benutzen. Das sind Männer in Uniform, mit rotleuchtendem Blinkestab und mit Trillerpfeife, die vor wichtigen Gebäuden, wie teuren Resorts, oder vor Krankenhäusern, die Strassenüberquerung regeln.
Längere Etappen kann man komfortabel und günstig mit Bus, oder Zug zurück legen.

Aus dem Klofenster eines Zuges

Meine Erlebnisse der Zugfahrten:

Von Bangkok nach Suratthani bin ich mit dem Zug tagsüber gefahren
Eisige Temperaturen durch AC

• ACHTUNG! AC (Air condition) bedeutet eisiger Zug: legt euch alle warmen Klamotten zurecht
• Kosten: ca. 700 Baht (20 Euro)
• Fensterplatz ist zu empfehlen, damit man auch was sieht von der Landschaft (zB die mannigfaltige Vogelwelt Thailands in den Reisfeldern, die Vororte und Ortschaften, oder die weniger belebten Palmöl- und Kautschukplantagen, die zwar schön fürs Auge sind weil Palmen und sattes Grün, aber halt Monokulturen, wie unsere Maisfelder
• Guter Service von Stewardess mit Kaffee und Tee, Mittagessen (nicht besonders lecker)

Nachtzug Chiang Mai nach Bangkok

• Ca. 700 Baht (20 Euro)
• Keine Mahlzeit inkl., aber an Board entweder im Boardbistro oder von der Zugbegleiterin an den Platz geliefert. Kosten: das Doppelte wie normal
• Bis 19:30 Uhr Sitze, dann werden die Betten gemacht. Es gibt frische Laken, Kissen und Decke. Nicht zu vergessen eine dünne Matratze, die bequemer ist als die Betten die man sonst so beliegt.

Nachzug mit eigener Koje

Vor jede Koje wird ein niedlicher Vorhang gehängt und dann begeben sich alle in die Waagrechte und richten sich hinter ihrem Vorhang ein. Es gibt ein Netz für Kleinkram wie das Handy und Haken. Das Licht bleibt die ganze Nacht grell an und macht die oberen Betten heller als die unteren. Nehmt eine Schlafmaske mit und Ohropax. Und dicke Socken, sowie eure gesamte warme Kleidung. Die AC wird thailandtypisch aufgedreht bis auf Max.
• Waschmöglichkeiten sind außerhalb der Toiletten vorhanden, wo man sich frisch machen kann. In den Toiletten gehen die Hinterlassenschaften direkt auf die Gleise, weswegen man, wie überall in Thailand sein Toilettenpapier in den nächsten Abfall (im Zug eine Mülltüte vor der Tür) werfen sollte

Wäsche waschen:

Neben dem allgegenwärtigen Dreck ist auch der teilweise in Strömen fließende Schweiß Grund für viel anfallende Dreckwäsche. In den meisten laundry-Stuben kostet ein Kilogramm Dreckwäsche waschen: ca. 40 Baht. Dann bekommt man sie am nächsten Tag trocken und zusammengelegt zurück. Wenn man selber in den zahlreichen Waschsalons waschen möchte, zahlt man 30 Baht pro kg.

Waschsalon mit Trinkwasserautomat

Essen gehen:

Stimmungsvolle Strandbars, -restaurants gibt es viele in Thailand

Für uns Romantik liebende Touristen haben die Thailänder wunderschöne Essmöglichkeiten am Strand errichtet. Dort stehen die Tische mitten auf dem Sand und die Beleuchtung wird über hübsche Lampen in Bäumen, oder extravaganten Holzgestellen erreicht. Das Personal in den Restaurants steht immer parat, meist sogar aufdringlich häufig, nah und unruhig. Mein Tipp: nicht davon stressen lassen! Essen genießen!

Nightmarket

Eher ungemütlich aber authentisch isst man auf den foodmarkets oder am Straßenrand, wo einem von morgens bis abends Stände zum Speisen zur Verfügung stehen. Allerdings sucht man dort teilweise vergeblich nach vegetarischem Essen (vor allem, weil es dafür offenbar keinen Ausdruck im Thailändischen gibt).

Essensstand

Auch ist oft ungewiss, was man da isst. Wer sich aber, wird oft mit super leckerem Essen überrascht, welches auch noch super billig ist. Aber Obacht: hier wird natürlich keine Rücksicht auf empfindliche europäische Geschmacksknospen genommen und von daher kann es ganz schön scharf werden! Hat man die Möglichkeit dort zu essen, wo für einen extra zubereitet wird, kann natürlich jedes Essen without meat und not spicey bestellt werden. Selbst a little spicey, ist teilweise heftig. Ich sage immer not spicey und es ist dennoch scharf und würzig, aber ohne, dass einem die Tränen kommen.
Will man im Hotelzimmer essen, oder an einem anderen gemütlichen Ort, dann kann das Essen auch überall als take away verpackt werden.

Beim Lunch einkaufen

Auf dem foodmarket bekommt man dann die Mahlzeit in eine Plastiktüte verpackt, die mit einer gekonnten Bewegung mit Luft gefüllt und mit einem Gummi verschlossen wird. Alles kommt dann wieder in eine Plastiktüte und wird einem überreicht. Schüssel und Plastiklöffel gibt es auf Wunsch auch.
Wer nur was Schnelles möchte, kann sich in einem der vielen vielen kleinen Supermärkten was raussuchen. An JEDER Ecke und gefühlt alle 10 Schritte gibt es einen kleinen Supermarkt (Seven-Eleven, Family mart, Tesco, …) in dem es alles Notwendige zu kaufen gibt. Heißes Wasser für Instantnudelgerichte (vor denen ich mich erfolgreich gedrückt habe), gibt es dort genauso wie Mikrowelle und Sandwichmaker für die dortigen Produkte.

Müll:

Bachufer

Bei dem ganzen Müll, der in Thailand rumliegt (wobei das noch schlimmer geht: ich erinnere mich da an einige Griechenlandurlaube, Oman, oder Indien), fragt sich ein aufmerksamer Tourist vielleicht, wie er vermeiden kann, dass er zu diesem Problem beiträgt.

Trinkwasserautomat

Erstens das was nicht nur Plastik sondern auch Geld spart: ihr könnt eure Wasserflaschen an einem der zahlreichen Wasserautomaten mit geklärtem Trinkwasser (UV, Ozon) wieder auffüllen. Dann kosten 1,5 Liter anstatt 17 Baht nur noch 1,5 Baht und es fällt nicht so unendlich viel Plastikmüll an.
Zweitens: bringt eure Stofftaschen zum Einkaufen mit.
Drittens: sagt den Verkäufern, dass sie die zusätzliche kleine obligatorische Plastiktüte um Smoothies, Eiskaffees etc weglassen sollen.
Viertens: hebt eure Eiskaffeebecher auf, um sie wieder auffüllen zu lassen. Ich habe das gemacht, weil ich wusste, dass ich jeden morgen meinen Eiscappuccino hole. Am Anfang haben die Angestellten komisch geschaut, aber danach war es kein Thema mehr. Die Becher sind aus massivem Plastik und gut auszuspülen.
Wer noch aktiver was tun will, der kann mal hier nach Trashhero-Events schauen. Hier treffen sich Voluntärgruppen einmal in der Woche, um einen Strand, oder einen anderen Brennpunkt zu reinigen.
Und dann ist natürlich jeder frei, sich selber so seine Gedanken zu machen, wie er Müll vermeiden kann… Die Müllberge an den Straßenrändern mahnen ja immer davor. Diese Müllberge sind zentrale Sammelstellen, die frühmorgens vom Müllwagen entfernt werden. Apropos Müllwagen, passt auf, wenn ihr mit dem Roller bergauf fahren wollt, vor allem in der Früh! Der Müllwagen verliert bei Steigung alle möglichen Flüssigkeiten aus dem gesammelten Abfall. Das kann auf der Straße eine schmierige Schicht hinterlassen.

Unfall durch rutschige Strasse

Wenn nicht vor mir eine arme Thailänderin mit ihrem Motorbike ausgerutscht und hingefallen wäre, hätte es mich erwischt! Ich konnte aber die Schmiere beim Absteigen spüren und hatte Schwierigkeiten ihr Motorbike wieder aufzustellen. Von dem ganzen Abfall leben natürlich viele Tiere. Vor allem die ganzen Straßenhunde.

Tiere:

Strandhundebande

Das sind auch die zahlenmäßig am häufigsten gesichteten wilden Tiere. Manchmal jagen sie einen auf dem Roller hinterher und kommen den Waden gefährlich nahe. Ich habe den Tipp bekommen abzubremsen, langsamer zu fahren und sie mit süßer Stimme anzusprechen. Muss aber zugeben, dass ich vor Schreck Gas gegeben habe, als mir das passiert ist. Wobei ich beobachtet habe, wie ein gejagter Thailänder abgebremst hat und den Hund angeschrien hat. Sobald er langsamer gefahren ist, ist der Hund schon abgedreht. Scheint also zu funktionieren… Bei Fußgängern empfehle ich keinen Blickkontakt und kontinuierliches Entfernen aus dem Territorium. Auch Affen können aggressiv reagieren, wenn man ihnen zu Nahe kommt, oder sie das haben wollen, was man in der Hand trägt. Also niemals Essen auspacken, wo Affen sind!

Schlange auf einer Wanderung o

Viel weniger häufig werden einem dafür Schlangen gefährlich! Und dennoch haben da die meisten Leute Angst vor. Auch die Thailänder. Sie erschlagen diese Tiere meistens. Bitte sagt also keinem Thailänder Bescheid, wenn da eine Schlange in eurer Nähe (wohlgemerkt NICHT in der Natur, sondern im Zimmer) auftaucht! Meistens gibt es in der Nähe jemanden mit Notfallnummer, den man zu Hilfe rufen kann. Zum Beispiel +66896635085 auf Koh Samui (dann kommt Phil und rettet die Schlange vor den Menschen), oder auf Koh Phangan +66800468457 dann kommt Stefan angefahren. Hier gibt es weitere Schlangenretter.
Bitte besucht keine Attraktionen, wo Tiere für eure Unterhaltung missbraucht werden. Verzichtet also auf Elefantenreiten, Elefantentrekking, Ochsenkarrenfahrt, Besuch von Schlangen-, Krokodil-, Affenshows, geht in keinen Tigerkingdom und gebt vor allem Niemandem Geld, der mit seinem Affen, oder Leguan auf der Schulter, mit seinem Elefanten, oder Pony an der Leine durch die belebten Straßen streift!!!! Genießt die Möglichkeit Tiere in ihrem natürlichen Umfeld zu entdecken, auf einer guided Tour durch die zahlreichen Nationalparks, oder auf euren eigenen Wanderungen durch üppige Natur. Nehmt die Möglichkeit war, Elefanten in rescue-centern zu bewundern (achtet hierbei auf NO Hook, NO riding), oder sogar fuer einige Tage als Helfer an Tierschutzprojekten teilzunehmen (einfach mal googlen).
Empfehlen kann ich euch wie gesagt den Elephant Nature Park. Dann gibt es auch noch ein Elefantenkrankenhaus in Lamphang und ein Wildtierkrankenhaus in Petchaburi welche man besuchen kann.
Merkt euch einfach: solange die Leute mit ihren Tieren Geld verdienen, werden sie diese Tiere auch benutzen. Wenn es niemanden mehr gibt, der sich das Elend anschauen will, dann erst wird sich etwas ändern. Und denkt auch daran: das was ihr seht und wahr nehmt, ist ein Bruchteil des Leids, welches das Tier bis zu seinem heutigen Tag erfahren musste.

Fischmassage

Und als kleiner Hinweis für all die Fans von Fischmassagen: Die Tiere übertragen die Fußpilze der vorangegangenen Kunden auf eure Füße! Wollt ihr nicht doch lieber eine Fußmassage von einer Thailänderin mit sauberen Fingern?

Thaimassage:

Massagen gibt es an jeder Strassenecke

An jeder Ecke und an den meisten Stränden werden Massagen angeboten. Ich bin ja fest der Überzeugung, dass es da einen Komplott zwischen Matratzenherstellern und Masseuren gibt in Thailand. Die Matratzen vieler Betten, sind nicht viel weicher als Beton und nach einer Nacht auf so einem Nachtlager, hat man eine Massage dringend nötig. Aber wenn man sich für eine Thaimassage entscheidet, dann muss man sich auf einen schmerzhaften Akt einstellen. Wenn du dich für eine Stunde auf die Liege legen und entspannen willst, dann wähle eine Ölmassage, am besten noch mit dem Wörtchen „soft“ dahinter.
Die ärgste Thai-Massage hatte ich außerhalb der Tourihochburgen in einem südlichen Stadtteil von Chiang Mai. Dort wo keine, für empfindliche westliche Körper gemilderte Massage angewendet wird. Hier habe ich wirklich die Muskelbäuche über die Knochenfortsaetze springen gespürt. Ich war nur erleichtert, dass auch aus den Nachbarkabinen ein schmerzhaftes Stöhnen erklang. Gefolgt von dem unausweichlichen Glucksen der Masseure, die offenbar ihren Spaß daran haben, wenn sich ihr Patient unter ihnen windet. Aber vielleicht ist es auch nur Freude, dass sie die verspannte Stelle gefunden haben?
Bei der ganzen Tortur kann man immer nur hoffen, dass die Masseure ihr Handwerk verstehen. Aber das tun sie, im Nachhinein fühlt man sich durchgewoigelt und gestretcht.
Tipp: die zartesten Masseure sind eindeutig die Männer.
Merke: Winden und Abwehren ist das Schlechteste was du tun kannst! Versuche dich zu Ergeben und bei Druck in den Schmerz auszuatmen und genau diese Stelle zu entspannen.

Medikamente:

Und gibt es ein Leiden, welches nicht wegzumassieren ist, kann man geeignete Medikamente in den zahlreichen Apotheken besorgen. Die wichtigsten sind Kohletabletten (können schon beim ersten Magenkrampf hilfreich sein) und Mückenspray. Und Mücken gibt es durch das feuchte Klima viele!Rd Und damit komme ich schlussendlich zum

Wetter in Thailand:

Es ist immer schön warm, aber der Regen kann einem eine Aktivität richtig versauen.

Bei Regen können Planendächer schnell zu Pools werden

Denn wenn es regnet, dann richtig! Da hilft dann nur entweder man unterbricht seinen Weg und flüchtet sich unter ein Dach, oder in ein Lokal. Oder aber man ergibt sich, lässt die natürliche Dusche zu, verstaut seine empfindlichen Sachen in einem wasserdichten Sack (gibt es überall zu kaufen) und macht weiter. Jeglicher Schutz ist vergebens. Die Einmalponchos aus dem nächsten Supermarkt sind da noch die beste Möglichkeit bei kurzer Strecke zumindest halbwegs trocken am Ziel anzukommen.

Aber da wir ja nicht aus Zucker sind…