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Die Besonderheiten von Elefanten

Elefanten sind das größte auf dem Land lebende Säugetier. Wisst ihr was Säugetiere sind? Richtig, Tiere deren Babys an dem Euter, Gesäuge oder Busen von ihrer Mama Milch saugen. Und welches ist das größte Säugetier der Welt? Kleiner Tipp: es lebt nicht an Land, weil das eigene Gewicht es sonst erdrücken würde. Es lebt also im Wasser, genauer im Meer und ist der Blauwal.
Ich habe noch nie einen Blauwal gesehen, aber schon Elefanten und sie haben Besonderheiten, die mich fasziniert haben. Die erzähl ich euch jetzt mal:

Der Rüssel

Hohe Beweglichkeit des Rüssels

Das Erste was bei einem Elefanten auffällt ist sein Rüssel. Dieser hat sich aus der Oberlippe und der Nase entwickelt und besteht aus ringförmigen und langen Muskeln. Daher seine gute Beweglichkeit. Die Menschen können mit ihrer Oberlippe ja auch erstaunliche Bewegungen ausführen. Im Gegensatz zu den Chamäleons, die überhaupt keine Möglichkeit haben, ihre Lippen zu bewegen. Mit dem Rüssel wird geatmet, gerochen, gefuttert, trompetet, liebkost, getrunken und geduscht.

Rüsselspitze asiatischer Elefant

Da er an seiner Spitze zu einem Finger geformt ist, kann der Elefant damit punktgenau greifen. Der afrikanische Elefant hat sogar 2 “Finger“. In dieser Rüsselspitze befinden sich ganz viele Nerven und es wachsen dort spezielle Tasthaare, die dem Elefant helfen zu spüren, zu tasten und zu greifen. Der Rüssel ist also ein ganz sensibles Organ. Kann aber auch sehr schwere Lasten tragen. Bis zu 300kg kann ein Elefant mit seinem Rüssel heben. Darum wird der Elefant von den Menschen im Wald als Arbeitstier eingesetzt, wo er mit seiner Stärke Baumstämme ziehen, aber sie eben auch mit dem Rüssel auf den Schlepper wuchten muss.

Die Ohren

Als nächstes fallen die erstaunlichen Ohrmuscheln auf. Sie dienen natürlich zum Hören.

Elefant ortet Geräusche
Elefant ortet Geräusche

Durch die Stellung der Ohren, kann ein Geräusch genau lokalisiert werden. Sogar die ganz tiefen Töne, die für die Menschen unhörbar sind, können von den Elefanten wahrgenommen werden. Zusätzlich sind die Ohren aber auch die Klimaanlage der Elefanten.

Blutgefäße in einem Elefantenohr

Sie sind mit viele kleinen und großen Blutgefäßen durchzogen. Hier wird das Blut durch Bewegung der Ohrmuscheln gekühlt. Daher sind die Ohren der afrikanischen Elefanten größer als die der asiatischen Elefanten. Asiatische Elefanten haben schattigere Lebensräume im Dschungel, als sie ihre Verwandten in der afrikanischen Steppe haben.

Die Haut

Wenn das Abkühlen durch die Ohren alleine nicht mehr ausreicht, verdrücken sich die Elefanten entweder in den Schatten, oder nehmen ein kühles Bad.

Elefant geht baden

Wenn nicht genug Wasser vorhanden ist, dann sprühen sie sich auch einfach nur mit Wasser ein. Die tiefen zahlreichen Falten in der Elefantenhaut wirken wie Kanälchen und leiten das Wasser vom Rücken über den gesamten Körper. So muss der Elefant für die maximale Kühlung nur minimal kostbares Wasser verschwenden. Anstatt Wasser bewerfen sich Elefanten aber auch gerne mit Schlamm. Der hält länger frisch und zusätzlich schützt er die Haut vor Sonnenbrand. Das ist sozusagen die Sonnencreme.

Schlammpackung

Darum sieht man auch kaum einen Elefanten ohne Schlamm oder Matschkruste auf dem Rücken. Kühlung ist sehr wichtig, weil Elefanten nicht gut schwitzen können. Sie haben nur ganz wenig Schweißdrüsen am Körper. Ich glaube, sie würden sonst in ihrem heißen Lebensraum zu viel schwitzen und austrocknen…Ich habe ja auch keine Schweißdrüsen. Das Wasser ist in unseren heißen Lebensräumen einfach zu kostbar! Die einzigen Schweißdrüsen sind beim Elefanten um die Zehennägel herum.

Die Füsse

Beim afrikanischen Elefanten sieht man an den Vorderfüßen 4 Fußnägel und an den Hinterfüßen 3. Beim asiatischen Elefanten sind es jeweils einer mehr. Also?

Vordefüße eines asiatischen Elefanten

Erstaunlicherweise sind die Vorderfüße größer, als die Hinterfüße. Aber wenn man ganz genau hinsieht, kann man das auch bei Hunden erkennen. Vorne muss durch den schweren Brustkorb und Kopf einfach mehr Gewicht getragen werden. Die Füße besitzen dicke Fettpolster auf denen die Tiere laufen.

Elefantenfuß

Diese Polster schützen den Knochen des Fußes vor dem großen Gewicht der Elefanten. Du kannst dich mal in den Vierfüßerstand auf den Boden setzen und dann ein Kissen unter die Hände legen. Du wirst merken, dass das gleich viel angenehmer für die Handballen ist. So fühlt sich also dieses Zehenpolster für einen Elefanten an. Wenn man sich dann vorstellt, dass im normalen Stand, jeder Fuß ca. 1500kg tragen muss, dann versteht man, warum dieses Polster so notwendig ist. Wenn das Tier geht, zieht, oder sonst wie sich bewegt, dann muss jeder Fuß sogar noch deutlich mehr tragen. Thai Koon, die ihr ja in dem Beitrag von Uscha schon kennen gelernt habt, hat durch eine Landmine (also Sprengstoff im Boden, den Menschen im Krieg vor allem in Grenzgebieten ausgelegt haben, um die Feinde daran zu hindern näher zu rücken) dieses Fettpolster verloren. Es wurde ihr weggesprengt, als sie auf die Landmine getreten ist. Darum braucht sie jetzt täglich einen Verband, um die Knochen dieses Fußes zu schützen.

Die Stoßzähne

Die langen sichtbaren Stoßzähne sind aus einem sehr harten Material, nämlich aus Elfenbein. Fast haben es die Menschen geschafft, wegen dieser Zähne alle Elefanten zu töten. Sie erschießen die Tiere, sägen die Zähne ab und machen daraus Klaviertasten, Schmuck, Skulpturen und andere Dinge, die man auch aus anderem Material herstellen kann. 

Es sind verlängerte 2. Schneidezähne des Oberkiefers. Weibliche asiatische Elefanten haben nur ganz kleine Stoßzähne, während afrikanische Weibchen auch lange Zähne besitzen.

Afrikanische Elefantenkuh
Stoßzähne bei alter asiatischer Elefantenkuh

Die längsten und imposantesten, haben aber natürlich die männlichen Tiere.

Stoßzähne eines asiatischen Elefantenbullen

Sie benutzen sie auch um zu kämpfen. Von Weitem sieht man schon an der Länge der Zähne, ob es ein starkes Tier ist. So erübrigt sich mancher Kampf, weil der potentielle Gegner beim Anblick schon klein beigibt. Da die Stoßzähne ein Leben lang wachsen (ca. 17cm pro Jahr, zumindest am Anfang), haben die längsten Zähne die ältesten Tiere. Hauptsächlich aber werden die Zähne eingesetzt, um sich einen Weg durch den Walt zu schlagen, um Bäume nieder zu reißen, um an die leckeren Blätter zu gelangen und um nach Wasser im Boden zu graben.

Besonderheiten in Bildern

Das Gesäuge befindet sich bei der Elefantenkuh zwischen den Vorderbeinen
Jede Zitze besitzt fünf Milchlöcher
Der Schwanz von alten Elefanten ist kahl, wie der Kopf eines alten Menschen