Startseite » Ecki trifft Affenkind Cinta

Ecki trifft Affenkind Cinta

Heute muss ich euch von meinem neuesten Erlebnis berichten. Nach unserem Besuch in der Wildtierauffangstation ACRES in Singapur, flogen Uscha und ich wieder zurück nach Indonesien. Dort konnten wir die Tierärzte von JAAN für 4 Tage in ihr Rettungszentrum für Tanzaffen begleiten.

Tiamo, Cinta’s Mutter passt gut auf ihn auf. Sie wurde als Junges ihrer Mutter weggenommen, um für Menschen zu tanzen.

Hier habe ich den kleinen Cinta kennen gelernt. Cinta heißt Liebe auf Indonesisch und er wird von seiner Mama ganz feste geliebt und bewacht. Während der, alle 3 Monate stattfindenden Untersuchung konnte ich ihn mal kurz ohne seine Mama treffen und mir seine Geschichte erzählen lassen.

Hallo Cinta, ich bin Ecki, das kleine Chamäleon.

Cinta, das Makakenkind wurde kurzzeitig von seiner Mama getrennt, um beide untersuchen zu können.

“Aha, hallo Ecki – hey du Zweibeiner, lass mich gefälligst los – Ecki, tschuldige, aber ich stecke hier irgendwie in der Klemme, dieser verdammte Zweibeiner hat mich gepackt und – hey, lass du meine Arme los, ich beiße dich – und ich komm hier nicht weg… der hält mich verdammt fest! Ich kann meine Arme nicht frei machen und – hey, wo habt ihr meine Mama hingebracht, ich beiße euch alle, wenn ihr ihr was antut!“

Cintas Mama wird auch fixiert…

Cinta, beruhige dich, deine Mama ist dort drüben. Sie wird gerade von den Tierärzten untersucht. Ihr passiert nichts und dir auch nicht.

…und bekommt die Zähne kontrolliert.
Cinta wird fixiert, weil er untersucht werden muss. Seine Arme werden dabei hinter dem Körper gehalten und mit seinem Nackenfell der Kopf kontrolliert

“Was wollen diese Menschen von uns – hey, warte du, ich befreie mich und dann beiße ich dich, aber erst muss ich meine Arme befreien und das geht nicht, ich krieg die da nicht raus, hinter meinem Rücken werden sie zusammengehalten und mit meinem Kopf komme ich an keinen Finger dran, ich würde sowas von zubeißen…“

Cinta, nun beruhige dich doch. Du schaffst es eh nicht, dich zu befreien. Aber dir und deiner Mama passiert nichts. Ihr müsst regelmäßig untersucht und gegen Parasiten behandelt werden, dass ist alles.

Die Waage für Cinta steht schon bereit.

Die Menschen wollen dich wiegen, dir in den Mund schauen, deine Zähne kontrollieren und dir dann eine Spritze geben. Danach kommst du wieder zu deiner Mama, versprochen! Du bist das einzige Affenkind hier mit einer Mama, weißt du das? Alle anderen kleinen Affen sind ganz alleine.

“Ja, Ecki, das stimmt. Meine Mama war auch schon als kleines Kind alleine. Man hat ihre Mutter mit einer Schlinge gefangen. Obwohl sie sich mit aller Macht festgeklammert hat, wurde meine Mama losgemacht und mitgenommen. Seither lebte sie in einem Käfig, mit einer Kette um den Hals. Sie musste alberne Kostüme tragen und für die Menschen tanzen. -hey, du Zweibeiner du, ja genau, von euch rede ich, ihr habt meiner Mama Schlimmes angetan, warum soll ich euch trauen?

Cinta erzählt entrüstet von der Geschichte seiner Mutter Tiamo

Sie tut es auch nicht. Nur Ecki traut euch offenbar, aber ich nicht, und vor allem nicht, wenn du mich so festhältst. Aber warte nur…“

Cinta, nun beruhige dich wieder! Diese Menschen hier sind anders, sie wollen deine Mama und dich wieder in den Wald lassen. Raus aus dem Käfig!

“Wald, was ist denn das?“

Das ist eine Fläche mit ganz vielen Bäumen zum Klettern, Früchten und Blättern zum Essen und Sonnenlicht zum sich zu Wärmen.

“Das klingt schön!! Da will ich hin! Jetzt sofort! Warum sind wir da noch nicht? Warum lassen die uns nicht in so einen Wald? Warum halten sie uns in einem Käfig? Und warum hält mich der hier so fest – hey, ich beiße dich, du …“

Ciiiintaaa, beruhige dich! Erst müssen die Menschen hier einen Wald finden, der geeignet für dich und deine Mama ist. Ihr wollt doch einen sicheren Wald haben, oder? Du willst doch nicht, dass wieder einer von deiner Gruppe gefangen wird?

“Nein, um Himmels Willen, dass will ich auf keinen Fall! Meine Mama hat mir erzählt, dass wir Makaken eigentlich in großen Familiengruppen leben und uns gegenseitig kraulen, kämmen und die Läuse aus dem Fell essen. Außerdem passen wir aufeinander auf. Immer hält einer Wache und warnt die anderen, wenn Gefahr droht. Die Menschen aber sind hinterlistig und haben die Mutter meiner Mama mit Futter angelockt. Da denkt man an nichts Böses, sondern denkt sich – hey, die sind ja nett und geben mir Futter und zack wird dir dein Baby weggenommen! Nö, ich trau denen nicht!“

Das ist ja auch gut Cinta! Bleibe fern von ihnen! Auch wenn du einmal im Wald wohnst und deine eigene Familie gründest: halte dich und deine Lieben fern von den Menschen! Deren Futter ist eh nicht gut für dich! Cinta, jetzt musst du ganz brav sein. Jetzt will dir die Tierärztin in den Mund schauen. Beiße sie nicht, sondern sei artig.

Cintas Herz wird abgehört und dabei muss sein Kopf gut festgehalten werden, damit er nicht beisst.

“Von wegen, ich werde sie beißen, wie ich kann. Oh, die hält meinen Kopf aber fest! Ich kann ihn gar nicht mehr drehen!

So sieht das gesundes Gebiß eines einjährigen Makaken aus

Jets acht sie ir den und au

Affenkind im Zahnwechsel

Sie sagt, dass deine Zähne sehr schön sind und dass du dich im Zahnwechsel befindest. Sie erkennt an deinen Zähnen, dass du etwa 1 Jahr alt bist.

“Ja, das stimmt. Ich werde morgen ein Jahr alt. Ich bin hier geboren. Meine Mama war mit mir schwanger, als sie hierher kam.

Tiamo ist mit Container trächtig
Cinta ist geboren und seine Mama passt gut auf ihr Baby auf.

Sie erzählte mir einmal, dass mein Papa in einer Gruppe von Tanzaffen war. Sie waren wohl im gleichen Käfig. Sie hatten nur eine kurze Bekanntschaft, weil sie dann woanders hinfuhr mit ihrem Besitzer, um woanders zu tanzen.“

Ui, ja Gott sei Dank, ist deine Mama hierher gekommen, bevor sie dich bekam. Stell dir vor, du wärst bei den anderen Menschen zur Welt gekommen. Vermutlich wärst du ihr gleich weggenommen worden!

Cinta bekommt einen Mikrochip unter die Haut, um ihn identifizieren zu können.

“Hmmm daran hab ich noch gar nicht gedacht… Vielleicht hast du recht und ich sollte froh sein, hier zu sein! Aber meine Mama hat Angst vor den Menschen und ich habe es auch und – hey, ich will nicht mehr festgehalten werden! Lass mich los!! Und auuuua, ich will auch keine Spritze bekommen, ich beiße euch alle!!!“

Beruhige dich Cinta, ich glaube du hast es geschafft! Du darfst zurück in dein Gehege. Schau deine Mama wartet schon im Nachbarkäfig auf dich. Bald seid ihr wieder zusammen! Auf Wiedersehen, kleiner Cinta!

Ein Affenkuss von Cinta: bisschen schmerzhaft, aber Babys sind halt noch ungestüm…

 

Wenn ihr Cinta zurück in den Wald helfen wollt, dann werdet doch sein Pate und sponsort ihn. JAAN hält euch dann über sein Werdegang auf dem Laufenden. Bei Interesse kontaktiert einfach sponsorjaan@gmail.com

Wir jedenfalls haben Cintas Geburtstag gefeiert, indem Uscha und ich ihm bunte Kuchen gemacht haben.

Einkäufe vom Markt für den Geburtstagskuchen
Fertige Kuchen vom Tierärzteteam überreicht
Auf die Plätze, fertig, los!
Die erste Inspektion…
…und letztlich schmeckt Cinta Ei am Besten!